Advents-Zeit ist Adveniat-Zeit

 

 

Wegen der pandemischen Lage musste beide Veranstaltungen abgesagt werden.

Unter dem Motto „ÜberLeben in der Stadt“ rückt Adveniat dieses Jahr die Sorgen und Nöte der armen Stadtbevölkerung in den Blickpunkt.

 

80 Prozent der Menschen in Lateinamerika und der Karibik leben bereits heute in den Städten. Das Leben der Indigenen, Kleinbauern und Klimaflüchtlinge am Stadtrand ist geprägt von Armut, Gewalt und fehlender Gesundheitsversorgung.

 

Und die Landflucht hält weiter an. Die Menschen fliehen aus ihren Herkunftsländern vor Kriminalität, Drogenkartellen, vor Hunger und Perspektivlosigkeit in die Großstädte und in das vermeintlich gelobte Land USA. Hunger, Gewalt, Vertreibung - Hunderttausende Menschen in Lateinamerika verlassen jährlich ihre Heimat. Sie suchen woanders nach einem menschenwürdigen Leben, doch der Weg dorthin ist lang, beschwerlich und gefährlich.  Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft wird häufig enttäuscht.

 

Mit seinen Projektpartnern durchbricht das Lateinamerika-Hilfswerk die Spirale der Armut: durch Bildungsprojekte, Menschenrechtsarbeit und den Einsatz für faire Arbeitsbedingungen.

 

Die Eröffnung der bundesweiten Adveniat-Weihnachtsaktion findet traditionell am 1. Adventssonntag statt, in diesem Jahr am 28. November 2021 um 10.00 Uhr mit einem Gottesdienst im Dom zu Münster.

 

Im Anschluss daran wird um 12.00 Uhr im Innenhof des Liudgerhauses, Überwasserkirchplatz 3 in Münster ein „Global-solidarischer Adventsmarkt eröffnet. Dort stellen Gruppen und Initiativen sich und ihre Arbeit vor, es gibt ein buntes Bühnenprogramm, Essen und Trinken wird angeboten. Der „besondere“ Adventsmarkt schließt am 12. Dezember.

 

Die Eröffnung der Adveniat-Weihnachtsaktion im eigenen Bistum ist Anlass für die Arbeitsgemeinschaft der Eine-Welt-Kreise, sich des lateinamerikanischen Kontinents mit zwei Veranstaltungen zu nähern:

 

Höllentrip nach Tijuana“ (in Kooperation mit der VHS)

Migrationsbewegungen in Mittelamerika. Dokumentarfilm von Peter Sonnenberg, SWR I

Danach: Podiumsgespräch mit Peter Sonnenberg, ehem. Leiter des ARD-Studios in Mexico-City und Jonas Rommen, FSJ-ler des Bistums Münster

Kardinal Àlvaro Ramazzini mit digitalem Statement 

 

 

Im Anschluss an den eindrucksvollen Film berichten die Podiumsteilnehmer von ihren Erfahrungen in Zusammenhang mit Migration in Mittelamerika und stehen für Diskussion und Fragen für das Publikum zur Verfügung

Dazu ist eine Anmeldung bei der VHS Recklinghausen notwendig; es wird ein Kostenbeitrag von 12,00 € erhoben